Mutterschaft gilt in vielen Gesellschaften als eine der erfüllendsten Erfahrungen im Leben einer Frau. Von klein auf werden viele Menschen mit Bildern von glücklichen Familien, inniger Mutter-Kind-Bindung und bedingungsloser Liebe konfrontiert.

Doch was passiert, wenn die Realität nicht mit diesen Erwartungen übereinstimmt? Wenn eine Mutter ihr Kind liebt, aber die Entscheidung, Mutter geworden zu sein, bereut?

In meinen Beratungen höre ich häufig Sätze wie diese:

  • „Ich liebe mein Kind, aber wenn ich noch einmal wählen könnte, würde ich keine Mutter werden.“
  • „Ich habe das Gefühl, mich selbst verloren zu haben.“
  • „Ich bin ständig für andere da und habe keinen Raum mehr für meine eigenen Bedürfnisse.“
  • „Ich hätte mir mehr Ehrlichkeit darüber gewünscht, wie belastend Elternschaft sein kann.“
  • „Ich fühle mich gefangen in einer Rolle, aus der ich nicht mehr herauskomme.“
  • „Die Verantwortung hört nie auf, und das erschöpft mich.“
  • „Ich habe mein Kind nicht bereut – ich bereue die Entscheidung, Mutter geworden zu sein.“
  • Wenn ich gewusst hätte, was auf mich zukommt, hätte ich mich anders entschieden.“
  • „Ich beneide manchmal Menschen, die keine Kinder haben.
  • Ich fühle mich schuldig, weil ich so empfinde, aber die Gefühle sind trotzdem da.“

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Regretting motherhood - psychologische Beratung für Frauen, die ihre Mutterschaft bereuen

Was bedeutet Regretting Motherhood?

Der Begriff beschreibt das Gefühl von Frauen, die ihre Kinder lieben und Verantwortung für sie übernehmen, gleichzeitig aber die Entscheidung bereuen, Mutter geworden zu sein. Es handelt sich dabei nicht um eine Ablehnung des Kindes, sondern um eine Reflexion über die eigene Lebensentscheidung.

Frauen, die von Regretting Motherhood sprechen, unterscheiden häufig klar zwischen ihrer Beziehung zum Kind und ihrer Erfahrung mit der Mutterschaft. Viele würden sich rückblickend anders entscheiden, wenn sie die Möglichkeit hätten, ihr Leben noch einmal zu gestalten.

Ein gesellschaftliches Tabu

Kaum ein Thema ist stärker mit Erwartungen und Idealen aufgeladen als Mutterschaft. Von Müttern wird oft erwartet, dass sie ihre Rolle als selbstverständlich erfüllend erleben. Zweifel, Überforderung oder Reue passen nicht in dieses Bild.

Deshalb fällt es vielen Frauen schwer, offen über ihre Gefühle zu sprechen. Die Angst vor Verurteilung ist groß. Wer zugibt, die Mutterschaft zu bereuen, muss häufig mit Vorwürfen rechnen: Sie sei egoistisch, undankbar oder eine schlechte Mutter.

Diese gesellschaftliche Tabuisierung führt dazu, dass viele Betroffene ihre Gefühle für sich behalten und sich isoliert fühlen.

Regretting Motherhood - psychologische Beratung für Frauen, die ihre Mutterschaft bereuen.

Warum empfinden manche Mütter Reue?

Die Gründe sind vielfältig und individuell. Und häufig spielen mehrere Faktoren zusammen:

  • Verlust von Freiheit und Selbstbestimmung
  • Ungleich verteilte Verantwortung
  • unrealistische Erwartungen
  • fehlende Unterstützung

Verlust von Freiheit und Selbstbestimmung

Mit der Geburt eines Kindes verändern sich Alltag, Prioritäten und Lebensgestaltung grundlegend. Viele Mütter erleben, dass persönliche Freiräume, berufliche Ziele oder individuelle Bedürfnisse dauerhaft in den Hintergrund treten.

Ungleich verteilte Verantwortung

Noch immer übernehmen Frauen in vielen Familien den Großteil der Care-Arbeit. Die Kombination aus Kinderbetreuung, Haushalt, emotionaler Verantwortung und Erwerbsarbeit kann zu einer enormen Belastung werden.

Unrealistische Erwartungen

Gesellschaft, Medien und soziale Netzwerke vermitteln häufig idealisierte Vorstellungen von Elternschaft. Wenn die Realität von Schlafmangel, Erschöpfung, Konflikten und Verzicht geprägt ist, entsteht oft eine große Diskrepanz zwischen Erwartung und Wirklichkeit.

Fehlende Unterstützung

Mangelnde soziale Netzwerke, finanzielle Sorgen oder fehlende Entlastung durch Partner, Familie oder Institutionen können dazu beitragen, dass Mutterschaft als dauerhaft belastend erlebt wird.

Regretting Motherhood und psychische Gesundheit

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Regretting Motherhood und psychischen Erkrankungen wie einer postpartalen Depression. Zwar können sich die Erfahrungen überschneiden, sie sind jedoch nicht dasselbe.

Eine Mutter kann psychisch gesund sein und dennoch die Entscheidung zur Mutterschaft bereuen. Umgekehrt kann eine Depression Gefühle von Hoffnungslosigkeit oder Distanz verstärken, ohne dass tatsächlich eine grundlegende Reue über die Elternschaft vorliegt.

Deshalb ist es wichtig, individuelle Erfahrungen ernst zu nehmen und nicht vorschnell zu bewerten.

Mehr Offenheit statt Verurteilung

Die Diskussion über Regretting Motherhood wirft grundlegende Fragen auf: Warum fällt es uns so schwer, ambivalente Gefühle gegenüber der Elternschaft zu akzeptieren? Weshalb wird Mutterschaft oft als ausschließlich positive Erfahrung dargestellt?

Ein offenerer Umgang mit den unterschiedlichen Realitäten von Elternschaft könnte dazu beitragen, Schuldgefühle zu reduzieren und Betroffenen Unterstützung anzubieten.

Nicht jede Mutter erlebt ihre Rolle gleich. Gefühle von Liebe, Stolz, Überforderung, Erschöpfung und Reue können gleichzeitig existieren.

Regretting Motherhood - psychologische Beratung für Frauen, die ihre Mutterschaft bereuen

Wer hilft mir, wenn mein Partner oder meine Partnerin es nicht kann?

Oft sind Partner und Partnerinnen überfordert von der Situation und wissen nicht, wie sie Dir genau helfen können. Lass Dir allerdings nicht einreden (auch nicht von Dir selbst), dass Du Dich „einfach auch mal ein bisschen zusammenreißen musst“ und „dass Du Dich einfach mal freuen solltest.“

Professionelle Hilfe: Wo bekomme ich schnell eine Beratung in und um Karlsruhe, wenn ich meine Mutterschaft bereue?

Es gibt Beratungsstellen wie die „Frühen Hilfen“ in Karlsruhe oder auch Selbsthilfegruppen wie „Schatten und Licht e. V.“ und freie Psychologische Beraterinnen wie mich. Wichtig ist, dass Dir jemand mit einer fundierten psycholgischen Ausbildung zur Seite steht. Das Thema Regretting Motherhood erfordert fundierte Fachkenntnisse und Fortbildung, um Dir bestmöglich helfen zu können.

Bei mir hast Du es mit einer ausgebildeten Psychologischen Beraterin zu tun, außerdem bin ich ausgebildete Traumafachberaterin, Mütterpflegerin und habe viele Jahre Erfahrung mit hunderten Müttern. Termine vergebe ich meist innerhalb von ein bis zwei Wochen, ohne lange Warteliste. Auch begleitend zu einer Psychotherapie habe ich schon vielen Frauen helfen können oder als Überbrückung bis zu einer solchen.

Wie läuft eine psychologische Beratung ab?

Es gibt bei mir keinen genauen Ablauf, ich passe meine Beratungsstunden immer Deiner persönlichen Lage an. Wir schauen in jeder Stunde, welche Themen Du mitbringst. Alles darf einmal gesagt werden, alles darf gefühlt werden. Alle Gedanken haben einen geschützten Raum ohne Verurteilungen, dafür bekommst Du viel Verständnis für Dich und Deine Situation.

Wir treffen uns eine Stunde lang. Du kannst Dein Baby mitbringen, wenn sich in dieser Zeit niemand anderes darum kümmern kann. Damit Du eher die Möglichkeit hast, Dich ganz auf Dich zu konzentrieren, biete ich auch Termine am späten Nachmittag, abends und am Wochenende an.

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Ist auch eine Video-Beratung möglich?

Grundsätzlich ist auch eine Video-Beratung möglich. Es gibt aber klare Vorteile eines persönlichen Treffens in meinem angenehmen Beratungsraum in Karlsruhe oder bei einem Spaziergang. So kann ich Deine Körpersprache besser erkennen, die oft ein wichtiger Faktor in der psychologischen Hilfe ist. Auch Übungen mit dem Körper, mit Schreibmaterialien oder Karten, die ich gerne nutze, sind für uns viel einfacher umzusetzen, wenn wir face to face miteinander arbeiten können.

Was kostet eine individuelle psychologische Beratung?

Ich berechne pro Beratungsstunde eine Gebühr von 50 Euro.

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Das Wichtigste noch einmal zum Schluss: Du musst nicht perfekt sein. Du kannst nichts dafür. Es gibt Hilfe.

Jedes Leben, jede Familie und jede Frau ändert sich mit der Geburt eines Kindes. Du darfst unsicher sein in dieser neuen Situation. Du kannst nichts dafür, wenn Du nach der Geburt fühlst, was Du fühlst und bist deshalb keine schlechte Mutter. Und Du darfst Dir Hilfe holen. Melde Dich gerne jederzeit hier bei mir oder per WhatsApp unter 0177 3394309. Gemeinsam finden wir Wege, damit es Dir wieder besser geht.

Liebe Grüße
Silke