Heute möchte ich Dir ein bisschen mehr über mich erzählen und wie ich überhaupt dazu gekommen bin, so viele Frauen zu unterstützen in den letzten Jahren. Aber ich bin mir sicher, Du findest auch Dich selbst in meiner Geschichte wieder. Zumindest, wenn Du Mama bist und erwerbstätig. Wenn Du also eigentlich zwei Jobs hast – den, der bezahlt wird und den, den „man halt so als Mama macht“, Stichwort Care-Arbeit. Oder warte, sind es gefühlt nicht eigentlich vier bis fünf Jobs? Denn da ist ja auch noch der Haushalt, die pflegebedürftige Schwiegermama, das Haustier, … Und da sind wir schon mitten drin im wilden Jonglier-Teil: Alle Bälle sollen gleichzeitig in der Luft gehalten werden. Dabei geht Dir vielleicht selbst die Luft aus? Kenne ich.

Ich kenne auch die Zerrissenheit, die eigentlich alle Mütter spüren, sobald sie nach der Geburt eines Kindes wieder arbeiten gehen. „Wie soll ich dem allem gerecht werden, wenn der Tag nur 24 Stunden hat? Ich habe ständig das Gefühl, das automatisch irgendwas zu kurz kommt, obwohl ich alles gebe, damit das nicht so ist.“ Ungefähr so beschreiben es mir immer wieder Frauen, die ich berate und ich kann es gut nachempfinden

Beratung und Unterstützung für berufstätige Mütter

Meine Geschichte – wie das Mamawerden alles verändert hat

Ich bin zwar seit vielen Jahren Psychologische Beraterin und Familienbegleiterin, aber eben auch Mama. Eigentlich habe ich mal in einer ganz anderen Branche gearbeitet, als Produktmanagerin im Textilbereich. Ich bin oft gereist in Deutschland und Europa – zu Lieferanten, Messen, Partnerbetrieben … Ich habe viel gearbeitet und gut verdient. Die Karriere war in vollem Gange. Dann wurde ich schwanger.

Im Job plötzlich weniger Verantwortung

Schon in der Schwangerschaft habe ich bemerkt, dass ich nicht mehr zu wichtigen Terminen eingeladen wurde, Kundentermine plötzlich andere übernommen haben („Du bist ja dann eh erstmal raus“). Ich wurde mehr und mehr aus der Verantwortung gedrängt. Vermittelt zu bekommen, „beides geht nicht, entweder Muttertier oder Karrierefrau“, das kennen wohl fast alle Frauen. Nach der Geburt meines Kindes wollte ich dann schnell wieder an meine mir hart erkämpfte Position anknüpfen. Ich wollte damals ein Jahr Elternzeit nicht überschreiten, weil ich mir Sorgen machte, in meinem Beruf noch mehr zu „verlieren“. Könnte ich diese Entscheidung nochmal treffen, würde ich lieber mehr Zeit mit meinem Sohn verbringen. Ein Jahr war für mich persönlich zu kurz.

Wichtig an der Stelle ist mir: Wie schnell oder nicht schnell man wieder in den Beruf einsteigt, ist sehr individuell. Kann man es sich finanziell leisten, länger als ein Jahr auszusetzen? Wie kommt das Kind in der Kita klar? Gibt es überhaupt einen Platz? Wie sieht es mit weiteren Unterstützungsmöglichkeiten und Hilfen im Alltag aus? Was macht das Zuhausebleiben mit Dir? Jede muss und darf solche Fragen anders für sich beantworten.

Vom Babyjahr ins Burnout

Meine Geschichte ging so weiter, dass ich mit reduzierten Stunden wieder in meinem Job und in meiner Position gearbeitet habe. Ich wollte sie nicht aufgeben, gleichzeitig aber auch für mein Kind da sein. Dieses Gefühl kennst Du vielleicht und die „Lösung“ ist oft etwas, was eigentlich gar nicht möglich ist: Denselben Job, der schon vor dem Kind „an der Oberkante“ war, nun mit weniger Stunden (und weniger Schlaf und noch weniger Nerven) weiterzumachen. Nüchtern betrachtet: nicht machbar. Wirklich nicht. Dazu kam, dass ich nicht einfach so reisen konnte wie früher, denn ich hatte niemandem, bei dem ich mein Kind hätte lassen können und wollen über Nacht.

Mein Alltag als „Working Mom“ war komplett durchgetaktet. Früh morgens das Kind in die Betreuung bringen, ins Büro hetzen, unter Hochdruck möglichst effizient arbeiten, Kind wieder abholen, Care-Arbeit und Haushalt, abends das erledigen, was so liegengeblieben ist, kurz schlafen und alles wieder von vorne. Es liest sich schon schlimm und das war es auch. Diese Situation, in der ich nicht mal genügend Pausen zum Essen oder Innehalten für mich einplanen konnte, hat mich völlig überlastet. Der Job hat gelitten, ich konnte mein Kind nicht richtig genießen und ich bin irgendwo dazwischen verloren gegangen.

Die Silke, die ich da war, tut mir aus heutiger Sicht leid. Ich war am Ende meiner Kräfte und verständlicherweise nur noch genervt. Von der Arbeit, von meinem Partner, von meinem Kind, von meinem Leben, von mir selbst. Als dann in meinem Job „zufällig“ Termine mit wichtigen Entscheidungen immer öfter stattgefunden haben, wenn ich nachmittags nicht mehr da war und on top ein Mann (wohlgemerkt selbst Vater) eine Position bekommen hat, für die ich mindestens die gleichen Kompetenzen gehabt hätte, wurde ich noch unglücklicher. Irgendwann habe ich gespürt: Hier muss ich die Reißleine ziehen. Für mich, für mein Kind. Das war vor 14 Jahren.

Beratung und Unterstützung für berufstätige Mütter

Vom Burnout in die neue Berufung

Langsam habe ich mich beruflich mehr und mehr in die Richtung entwickelt und über die Jahre fortgebildet, in der ich jetzt unterwegs bin. Das war nicht nur eine Richtung, die in puncto Arbeitsaufteilung und Zeitmanagement besser zu mir als Mutter mit einem kleinen Kind gepasst hat. Das war auch die Richtung, die viel besser zu dem passt, was ich bewirken möchte: Für andere Frauen da sein und sie stärken – körperlich und mental.

Ich habe diesen krassen beruflichen Kurswechsel nie bereut, auch wenn die Selbstständigkeit ganz eigene, teils große Herausforderungen mit sich brachte. Schlaflose Nächte kenne ich nur zu gut, grade aus der Anfangszeit. Aber ich hatte auch das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein – ein unendlich wertvolles Gefühl, das ich immer noch in mir trage und das mit jeder gelungenen Begleitung einer anderen Frau genährt wird.

Beratung und Unterstützung für berufstätige Mütter

Deine Geschichte: Wo stehst Du gerade?

Vielleicht kamen Dir manche Situationen oder Gefühle aus meiner „Working-Mom-Story“ bekannt vor. Vielleicht hast Du aber auch ganz andere Herausforderungen? Ich würde mich freuen, sie von Dir zu hören. Die häufigsten Themen, die ich in meinen Beratungsstunden mit anderen erwerbstätigen Mamas anschaue, sind:

  • Überlastung und Gereiztheit: „So will ich nicht zu meinen Kindern sein.“.
  • Konflikte in der Partnerschaft: Fehlendes Verständnis für Deine Belastung oder Streit darüber, wer wieviel arbeitet, Kinder betreut und den Haushalt schmeißt
  • Der harte Blick von außen: Wie Du es machst, ist es falsch. Du arbeitest so viel wie ein Mann mit Kindern? „Rabenmutter!“ Du arbeitest weniger oder gerade gar nicht? „Armes Hausmütterchen!“
  • Kinderbetreuung: Fehlendes Netzwerk (nicht jeder hat die liebevolle „Oma“), zu wenige wirklich gute KiTa-Plätze.
  • Angst vor Altersarmut, die bei Frauen mit Kindern durch Erziehungszeiten und Teilzeitarbeit weit verbreitet ist.

Ich kann Dir helfen, Antworten auf Fragen zu finden wie …

  • Was kann ich tun, damit ich nicht mehr so gereizt auf meine Kinder und/oder auf meinen Partner reagiere?
  • Wieso sieht und wertschätzt mein Partner nicht, was ich alles mache?
  • Was kann ich tun, damit mein Mann mehr Aufgaben im Haushalt und einen Teil der Mental Load übernimmt, ohne, dass ich es ihm jedes Mal sagen muss?
  • Schade ich meinen Kindern, weil ich viel und gerne arbeiten gehe und daher nicht so viel für sie da bin, wie sie es möglicherweise möchten?
  • Was kann ich tun, damit mein schlechtes Gewissen nicht immer größer wird?

Ich berate, unterstütze und stärke berufstätige Mütter

Eine der wichtigsten Botschaften, die ich den Frauen in meinen Beratungsstunden mitgebe, ist: Du versuchst ein Spiel zu gewinnen, dessen Spielregeln von vorn herein unfair und gegen Dich sind. Damit darfst Du aufhören. Das „Spiel“ nennt sich Alltag mit Kindern, Job und Co. Ein Auszug aus den Spielregeln: Du sollst Karriere machen UND Kinder erziehen UND mehr vom Haushalt machen als Dein Partner UND Dich bitte auch um pflegebedürftige Familienangehörige kümmern UND Dich selbst dabei fit und schlank und sexy halten … UND bitte dabei auch immer schön lächeln. Schon mal mitbekommen, dass irgendjemand all das von einem Mann erwartet? Der wohlgemerkt nicht mal den hormonellen Schwankungen eines weiblichen Zykluses ausgesetzt ist? (Augenrollen) … Anstatt also zu versuchen, Dich und Deine (mental) Workload bis ins Burnout zu optimieren, darfst Du einen Schritt zurücktreten. Es gibt andere Wege, es gibt DEINEN Weg.

Vor allem, wenn Du keine Unterstützung von Eltern, Schwiegereltern oder Freund*innen hast, kann die Balance zwischen all den genannten Bereichen nicht gelingen. Das liegt niemals an Dir und dass Du Dir nicht genügend Mühe geben oder zu wenig leisten würdest. Das liegt immer an unserer Gesell-schaft, die unerreichbare Anforderungen an Dich stellt. (Und Dir ganz nebenbei noch beigebracht hat, auch selbst unerreichbare Ansprüche zu pflegen.)

Lass uns gemeinsam einen Weg aus dem Hamsterrad finden, der sich für Dich und Deine Familie richtig anfühlt. Ich bin gerne für Dich da. Als ausgebildete Psychologische Beraterin, Traumafachberaterin und Familienberaterin habe ich viele Jahre Erfahrung mit hunderten Mamas. Termine vergebe ich meist innerhalb von ein bis zwei Wochen, ohne lange Warteliste.

Beratung für Mütter in Karlsruhe und online

Wie läuft eine psychologische Beratung ab?

Wir schauen in jeder Stunde, wie es Dir gerade geht und was Du brauchst. Du darfst Dir einmal alles von der Seele reden, wenn Du möchtest. Alle Gefühle nach außen lassen, die Du sonst unterdrücken musst. Und zwar in einem geschützten Rahmen. Du bekommst von mir viel Verständnis für Dich und Deine Situation und festen Halt. Dann erarbeiten wir konkrete nächste Schritte, die Du gehen kannst.

Meine Beratungen gehen normalerweise eine Stunde. Du kannst Dein Baby oder Kleinkind mitbringen, wenn sich in dieser Zeit niemand anderes darum kümmern kann. Damit Du eher die Möglichkeit hast, Dich ganz auf Dich zu konzentrieren, biete ich auch Termine am späten Nachmittag, abends und am Wochenende an.

Ist eine Video-Beratung möglich?

Grundsätzlich ist auch eine Video-Beratung möglich. Es gibt aber klare Vorteile eines persönlichen Treffens in der guten Atmosphäre meines Beratungsraums in Karlsruhe oder bei einem Spaziergang. So kann ich Deine Körpersprache besser erkennen, die oft ein wichtiger Faktor in der psychologischen Hilfe ist. Auch Übungen mit dem Körper, mit Schreibmaterialien oder Karten, die ich gerne nutze, sind für uns einfacher umzusetzen, wenn wir uns direkt vor Ort sehen.

Hilfe bei Wochenbettdepression in und um Karlsruhe durch psychologische Beratung Mamaberatung Silke Rechlin

Wenn Du weitere Fragen hast, melde Dich gerne bei mir. Ich freue mich, von Dir zu hören oder zu lesen.

Liebe Grüße
Silke